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11 Börsenweisheiten

Börsenweisheiten sind beliebt, aber Börsenweisheiten gibt es viele! Schaut man zu Kostolany oder Warren Buffet oder schlicht auf anonyme Redewendungen und Börsentipps: Die Liste ist schier unendlich. Wir haben uns die Mühe gemacht, die wichtigsten „Börsenweisheiten“ aufzulisten und starten damit Teil 1 unserer Serie. Welche Weisheit überzeugt dich selbst am meisten? Welche fehlt dir?

  1. Spekuliere nur mit frei verfügbarem Geld! Wichtigste und oberste Regel für jeden Anleger!
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  3. „In doubt stay out – im Zweifel draußen bleiben“: Im Vorfeld prüfen sollte der Investor auch, welches Risiko er tragen kann – und zwar finanziell wie emotional. Höhere Rendite bedeutet immer höheres Risiko.
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  5. „Nie alle Eier in einen Korb“, ist eine weitere Regel, an der sich erfahrene Börsianer orientieren. Engagiert sich der Investor in verschiedenen Ländern, Branchen, Währungen und Einzeltiteln, verringert er das Gesamtrisiko. Weil sie diesen Grundsatz missachteten, landeten zum Beispiel zahlreiche Anleger beim Platzen der Internet-Blase äußerst unsanft – sie hatten fast ausschließlich Dotcom-Titel im Depot. Freilich sollte es der Anleger mit der Diversifikation nicht übertreiben. Bei aller Risikostreuung müssen die einzelnen Anlagen überschaubar bleiben. Börsenlegende Warren Buffett formulierte trocken: „Wenn Sie über einen Harem mit 40 Frauen verfügen, lernen Sie keine richtig kennen.“
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  7. „Investiere nur in eine Aktie, deren Geschäft du auch verstehst“, rät Buffett. Der Erfolg gibt ihm recht: Als er während des Dotcom-Booms nicht in die ihm unbekannte Branche einstieg, wurde er belächelt, heute feiert man ihn als erfolgreichsten Investor aller Zeiten.
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  9. Bevor Anleger investieren, sollten sie sich ausführlich informieren: Gibt das Unternehmen wichtige Daten regelmäßig und zuverlässig bekannt, etwa auf seiner Homepage? Wie schätzt der Markt den Titel ein? Werden pro Tag ausreichende Stückzahlen der Aktie gehandelt?
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  11. „Verliebe dich nie in eine Aktie“, raten erfahrene Börsianer. Allzu groß darf das Interesse an den Werten im Depot allerdings nicht werden. Eine emotionale Bindung an einen Titel kann schnell den Blick für negative Veränderungen im Unternehmensumfeld trüben. Nur wer die Zusammenhänge sachlich beurteilt und Fakten realistisch zur Kenntnis nimmt, bleibt vor unangenehmen Überraschungen gefeit. Eine zumindest vorübergehende Trennung vom Lieblingswert kann helfen, Verluste zu vermeiden – spätere Versöhnung nicht ausgeschlossen.
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  13. „Todsichere“ Tipps sind mit Vorsicht zu genießen: Nüchterner Realismus und eine gute Portion Skepsis sind auch bei Gerüchten aus dem Freundeskreis angebracht.
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  15. „The trend is your friend“ – oder anders ausgedrückt: „Wenn jemand gute Aktien hat, wäre er verrückt, wenn er nur wegen eines Kursrückschlags verkaufen würde“, hat Warren Buffett schon frühzeitig erkannt. Außerdem verringere sich, so Hendrik Pelckmann, Leiter Private Banking und Vermögen bei der HypoVereinsbank, das Timing-Problem. Damit spart der Anleger Spesen und Gebühren, denn immer noch gilt unter Investoren der Satz: „Hin und Her macht Taschen leer.“
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  17. Gewinne laufen lassen, Verluste begrenzen: Mögliche Verlustrisiken kalkulieren Profis und kluge Privatanleger von vornherein mit ein. Trotzdem fällt es erfahrungsgemäß vielen schwer, in einer Abwärtsphase die Nerven zu behalten und rational zu reagieren. Nicht selten klammern sich Investoren an einen Wert und hoffen allzu lange auf eine Erholung. „Kursverluste sollten immer mit einem Stop-Loss-Ziel begrenzt werden“, rät nicht nur HVB-Wertpapierexperte Zendath. Und um bereits erzielte Gewinne abzusichern, empfiehlt er, diese Marken ständig nach oben anzupassen.
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  19. „Never catch a falling knife“, lautet die Empfehlung alter Börsenhasen. Fällt der Kurs einer Aktie nach einer Negativmeldung, sollten Investoren erst einmal die fundamentalen Daten unter die Lupe nehmen, meint HVB-Experte Zendath. Zeigt sich, dass die Perspektive langfristig positiv bleibt, gelte es, zunächst die Stabilisierung des Kurses abzuwarten, ehe die Zeit für Zukäufe gekommen ist. Bis dahin drohten weitere Anschlussverkäufe die Kurse noch weiter in den Keller zu treiben.
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  21. „Kaufen, wenn die Kanonen donnern“, klingt verführerisch einfach, hat aber seine Tücken. Bei Katastrophen, Marktturbulenzen oder Kriegen können auf eine erste Verkaufswelle weitere folgen, wenn – wie etwa nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 – die Rahmenbedingungen an den Börsen noch nicht wieder im Lot sind. Deswegen empfiehlt HVB-Experte Zendath: erst informieren, dann handeln.
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