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Bernanke-Warnung vor Ende der lockeren Geldpolitik

Federal Reserve (FED)

Ben Bernanke- Chef der US-Notenbank (FED) warnt in seiner jüngsten Rede vor einer voreiligen Straffung der amerikanischen Geldpolitik. Eine unerwartete Lockerung würde viele Wirtschaftsteilnehmer auf dem falschen Fuß erwischen.

US-Notenbankchef der Federal Reserve (FED) Ben Bernanke hat am heutigen Tage ausdrücklich vor einer zu frühen Straffung der US-Geldpolitik gewarnt. Eine verfrühte Beendigung der lockeren Geldpolitik (quantiative Easing) könnte zu einer unerwarteten Verlangsamung oder gar dem Ende der wirtschaftlichen Erholung der vereinigten Staaten führen, so Ben Bernanke im Kongress.

Auch die Finanzstabilität würde sehr schnell negativ auf ein unerwartetes Ende der Geldpolitik reagieren. Betont wurde jedoch auch, dass eine ausgedehnte Periode niedriger Zinsen zu enormen langfristigen volkswirtschaftlichen Kosten führen könne.

Durch eine Niedrigzinspolitik ist es Regierungen möglich, die Wirtschaft positiv zu stimulieren. Wenn sich Banken zu geringen Zinsen bei Zentralbanken finanzieren können und außerdem Einlagen bei der Zentralbank nur geringe Erträge abwerfen, werden Anreize geschaffen, günstige Kredite an die Industrie zu vergeben. Über den Kreditkanal wirkt dann eine Verstärkung der Investitionstätigkeiten, da sich Investitionsprojekte von Unternehmen eher lohnen.

Eine zu hohe Verschuldung oder aber eine zu lange Periode niedriger Zinsen birgt jedoch auch die Gefahren von Inflation und spekulativen Blasen. So können im schlimmsten Fall preistreibende Blasen in Aktien- oder Rohstoffmärkten zur Inflation führen und dennoch bleibt die Realwirtschaft auf der Strecke (sog. Stagflation).


 

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