0

Deutsche Exporte mit deutlichem Rückgang

Deutsche Exporte mit starkem Rückgang

Deutsche Exporte sind im Juni
überraschend stark gesunken
Quelle: fotolia.de
 

Deutschlands Unternehmen haben im vergangenen Monat Juni unerwartet weniger exportiert. Die Ausführen sanken um 2,4 Prozent, der höchste Rückgang seit Dezember 2009. Der Einbruch ist vor allem der derzeit wirtschaftlich schwachen Euro-Zone zuzuschreiben.

Die derzeitige Verunsicherung auf den Weltmärkten zeigt sich im deutschen Export. Wie das Statistische Bundesamt am heutigen Morgen mitteilte, sind die deutschen Exporte im Juni um 2,4 Prozent gesunken. Volkswirte hatten lediglich ein Minus von 0,4 Prozent erwartet.

Als Begründung wird die Rezession bei einigen Handelspartnern innerhalb der Euro-Zone genannt. Aber auch die Abkühlung auf wichtigen und leistungsstarken Absatzmärkten wie China geht nicht spurlos an der deutschen Exportleistung vorüber.

Im Monat Mai exportieren deutsche Unternehmen zwar Waren im Wert von 88,2 Milliarden Euro ins Ausland, im Jahresvergleich zum Mai 2012 entspricht das aber einem Rückgang von 4,8 Prozent. Der Jahresvergleich auf die Euro-Zone beschränkt generierte gar einen Rückgang von rund 9,6 Prozent auf nun 32,3 Milliarden Euro. Experten sehen darin keine Überraschung, wichtige Partner wie Italien, Frankreich und Spanien wirtschaftlich schwächeln, was sich auch negativ auf den dortigen Konsum auswirkt.

Analyst Schulz von der Berenberg Bank sieht den Einbruch jedoch derzeit gelassen: „Das ist […] kein Grund zur Panik. Es sieht eher nach einer Schwächeperiode aus und nicht nach einem Einbruch“. Laut ihm könnten sich angesichts der ansteigenden Nachfrage aus den vereinigten Staaten und dem dennoch voranschreitenden Ende der Rezession im Euroraum die Aussichten für Deutschlands Exporteure in der zweiten Jahreshälfte aufhellen.

Ein Freihandelsabkommen mit den USA könnte dem schwächelnden Export neue Impulse verschaffen, darauf baut derzeit der BGA. Derzeit verhandeln Vertreter der Europäischen Union (EU) und der USA über eine gemeinsame Freihandelszone.

Volkswirte erwarten freundlichere Zahlen

Während die Bundesbank dem deutschen Export im Jahr 2013 einen Rückgang von insgesamt 0,8 Prozent prognostiziert, sehen Volkswirte eine Besserung ab Mitte des Jahres. Es gebe derzeit Anzeichen, dass sich die Nachfrage aus den Industrieländern im zweiten Halbjahr wieder belebt, so Rondorf. Eine wieder erstarkende Euro-Zone und die USA könnten die aktuell schwachen Exporte im zweiten Halbjahr wieder auffangen.

Gedrosselte Produktion

Die deutschen Unternehmen sanken im Juni im Zuge der schwachen Konjuktur ihre Produktion so stark wie seit Oktober nicht mehr. Die Firmen produzierten 1,0 Prozent weniger als im April, so das Statistische Bundesamt.

Die nachlassende Produktion am Bau ist hier als Hauptfaktor zu nennen, dort hatte es im April noch es ein kräftiges Plus von knapp 16 Prozent gegeben. Der starke Anstieg stagnierte dann jedocch im Monat Mai, der Ausstoß im Bauhauptgewerbe ging dann mit 1,7 Prozent wieder zurück. Die gesamte deutsche Industrie fuhr ihre Produktion um 0,7 Prozent zurück. Hersteller von langfristigen Investitionsgütern wie Maschinen und Fahrzeugen stellten gar 2,3 Prozent weniger her. Konsumgüterproduzenten verbuchten hingegen lediglich ein Minus von 0,1 Prozent.


 

Was das interessant? Weitersagen!

Ähnliche Artikel zu diesem Thema


 

     

    Hinterlasse deinen Kommentar!

    Submit Comment
    © 2016 Youngbrokers.net.
    Alle Rechte Vorbehalten. Angaben ohne Gewähr. Beachten Sie den Disclaimer · Impressum.