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Deutsche Unternehmen profitieren von Konjunkturerholung

Die Anzeichen für einen anhaltenden Konjunkturaufschwung mehren sich. Vor allem Maschinenbauer und Elektroindustrie überzeugen. Diese haben seit längerem im September wieder deutlich mehr exportiert.

Deutsche Unternehmen spüren Konjunkturerholung

Deutsche Unternehmen spüren Konjunkturerholung
 

Deutschlands Maschinenbauer strotzen der Krise. Nach deutlichen Export-Rückgängen exportierte die Branche im dritten Quartal Anlagen und Maschinen im Wert von rund 37 Milliarden Euro aus. Das entspricht 0,6 Prozent weniger als im Vorjahr, allerdings verlangsame sich der Abwärtstrend nach Branchenverband VDMA deutlich. Im September stieg der Export sogar um 4,2 Prozent.

„Entscheidend für diesen Stopp des Abwärtstrends ist, dass der Export in die Mehrzahl der EU-Partnerländer wieder ein positives Vorzeichen trägt“, so VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers. In die EU-Länder gehen immerhin etwa 40 Prozent der deutschen Maschinenexporte. Für das kommende Jahr erwartet die deutsche Maschinenbauindustrie sowohl für die EU wie auch für die meisten außereuropäischen Regionen weiterhin leichte Wachstumsraten.

Dabei ging es im dritten Quartal erneut abwärts im Absatzmarkt China, dem mit einem Exportanteil von 11 Prozent wichtigsten Auslandsmarkt des Maschinenbaus. Die USA als zweitgrößter Exportmarkt blieben knapp unter 0 Prozent. Kräftige Zuwächse wurden vor allem in Südkorea, Japan, Mexiko, Südafrika und Saudi-Arabien generiert.

Der Maschinenbau gilt mit rund 980 000 Mitarbeitern als Deutschlands größter industrieller Arbeitgeber. Die Exportquote liegt dabei über 75 Prozent.
 


Elektroindustrie überzeugt ebenfalls

Auch die Elektroindustrie profitiert von der schrittweisen Renaissance der Weltkonjunktur. Erstmals seit April stiegen die Exporte gegenüber dem Vorjahr wieder.

Die Ausfuhren legten nach Angaben von Branchenverband ZVEI im September um 4,8 Prozent auf nunmehr rund 13,3 Milliarden Euro zu. Erstmals seit eineinhalb Jahren exportierten die Unternehmen auch innerhalb der Euro-Zone wieder mehr.
 

Baubranche mit dicken Auftragsbüchern

Die Auftragsbücher der Baubranche sind sehr gut gefüllt. Im September stieg die Nachfrage im Vergleich zum Vorjahr kräftig um 5,6 preisbereinigte Prozent.

Allerdings wird die Branche wegen der Wetterkapriolen im ersten Halbjahr ihre Geschäftserwartungen in diesem Jahr voraussichtlich verfehlen. Der Produktionsrückstand nach dem langen Winter Anfang 2013 sowie dem Hochwasser im Frühsommer sei kaum aufzuholen, so der Sprecher des Bauindustrieverbandes Heiko Stiepelmann. „Es wird gearbeitet, was die Kapazitäten hergeben.“

Doch das erwartete Umsatzplus von 2 Prozent sei kaum noch aufzuholen. In den ersten neun Monaten hinkte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr mit 64,9 Milliarden Euro um 2,0 Prozent hinterher, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die Nachfrage lag dagegen mit 1,9 Prozent im Plus.


 

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2 Kommentare

  1. Ari sagt:

    Profit und immer mehr Profit, aber keiner investiert! So kann das nicht lange weitergehen. Ohne die 0.25% von der Zentralbank waer der Profit schon weg.


 

     

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