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Japans Wirtschaft stärker als erwartet


Bank of Japan

Ein Grund für den Aufschwung:
Die Geldpolitik der japanischen Notenbank
 

Die japanische Wirtschaft ist im zweiten Quartal stärker gewachsen als erwartet. Die japanische Regierung gab am Montag bekannt, dass das Bruttoinlandsprodukt von April und Juni um 3,8 Prozent angestiegen ist.

Gute Nachrichten zum Wochenstart: Das Bruttoinlandsprodukt Japans ist stärker gewachsen als erwartet. Die Wirtschaftsleistung wuchs im zweiten Quartal mit einer Rate von 3,8 Prozent – und damit schneller als alle anderen großen Industriestaaten. Die Regierung korrigierte dabei am Montag ihre erste Schätzung von 2,6 Prozent deutlich nach oben. Die zu Jahresbeginn erreichte Wachstumsrate von 4,1 Prozent konnte dabei fast gehalten werden.

Damit legte das Wirtschaftswachstum der drittgrößten Volkswirtschaft nun zum dritten Quartal in Folge zu. Im Vergleich zu den vorangegangenen drei Monaten wuchs das Bruttoinlandsprodukt um 0,9 statt zuvor berechneter 0,6 Prozent.Die Zahlen für das erste Quartal wurden ebenfalls von 3,8 auf 4,1 Prozent nach oben korrigiert.

Japans Wirtschafts profitiert von zunehmenden Exporterfolgen

Als Grund für die starke Entwicklung wird vor allem die Exporterfolge der Unternehmen genannt, wodurch die Unternehmer investitionsfreudiger sind. Die schwache Landeswährung Yen hat japanische Waren im Ausland attraktiver gemacht. Regierungssprecher dämpfen jedoch die Stimmung: „Die Wirtschaft hat noch keinen selbsttragenden Aufschwung erreicht“, so Etsuro Honda, der Berater von Ministerpräsident. Das Land befinde sich zwar auf dem Weg aus der Deflation, man sei aber „noch nicht aus dem Schneider“.

Ministerpräsident Abe will die chronische Deflation mit seiner Politik namens „Abenomics“ beenden. Dabei wird auf eine lockere Geldpolitik gesetzt, bei der die Notenbank Milliardenbeträge in die Wirtschaft pumpt.

Steuererhöhungen im Gespräch

Im Zuge der guten Entwicklung wird die von Abe geplante Verdoppelung der Mehrwertsteuer wahrscheinlicher. Bis 2014 soll diese auf zehn Prozent steigen. „Wir haben neue positive Signale gesehen“, so Wirtschaftsminister Akira Amarai.

Experten sind beim Thema Steuererhöhung jedoch zwiegespalten. Eine zu schnelle und zu starke Steuererhöhung können den Konsum abwürgen, wo er sich gerade erst gut entwickle. Laut Wirtschaftsminister Amari müsse die Regierung mit Kosten von rund 15 Milliarden Euro rechnen, um die negativen Folgen der Steuererhöhung abzufedern.



 

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