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Portugal mit eingeschränktem Leerverkauf-Verbot

Portugal

Portugiesische Flagge
Quelle: pv-magazine.com
 

Portugal fährt auf mit einem eingeschränkten Verbot von Leerverkäufen gewisser Aktientitel. Die aktuelle Regierungskrise führte zu einem Einbruch des portugiesischen Leitindex PSI20, nachdem zwei portugiesische Minister unerwartet zurückgetreten sind.

Die Finanzaufsichts Portugals CMVM hat ein Verbot für Leerverkäufe für vier Aktien veröffentlicht. Banco Comercial Portugues SA, Banco Espirito Santo SA, Sonae Industria SGPS sowie Banif SA sind somit bis auf Weiteres vom sogenannten Leerverkauf ausgeschlossen, nachdem diese am im Handel um mehr als zehn Prozent eingebrochen sind. Durch das Verbot erhofft sich die Aufsicht, crashartige Abverkäufe zu vermeiden.

Leerverkauf bzw. Short-Selling
Beim Leerverkauf können Investoren auf fallende Kurse spekulieren. Dabei verkaufen diese Aktientitel, in dessen Besitz sie nicht sind. Gegen eine Leihgebühr erhalten sie die Titel von Investoren, die diese Aktien derzeit besitzen. Dem Verkauf steht in diesem Falle kein Kauf gegenüber, da das Wertpapier nur verliehen wird. Durch Leerverkäufe kann somit ein Kursverfall weiter beschleunigt werden.

Der portugiesische Leitindex PSI20 war am Mittwoch 5,3 Prozent eingebrochen, verursacht vor allem durch die oben erwähnten Bankaktien. Das Leerverkaufsverbot soll jedoch nur für eine bestimmte Zeit gelten, hieß es von Seiten der Finanzaufsicht.

Der Euro gibt gegenüber dem US-Dollar indes den zweiten Tag in Folge nach. Besorgnis herrscht darüber, dass sich die europäische Schuldenkrise erneut verschärfen könnte. Die Renditen portugiesischer sowie spanischer Staatsanleihen sind im Zuge des Sell-Offs gestiegen, die Kurse gaben nach.


 

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