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Schwacher Goldpreis kostet Schweizer Nationalbank Milliarden

Goldbarren als Symbol für Sicherheit

Der schwache Goldpreis bereitet den Notenbanken kopfschmerzen
Bildquelle: fotolia.de
 

Der derzeit schwache Goldpreis bereitet der Schweizer Nationalbank zunehmend Kopfschmerzen. Weil der Goldpreis in den letzten Monaten Schwäche zeigt, ist die Schweizer Notenbank dazu gezwungen, mehr als 13 Milliarden Franken abzuschreiben. Weltweit hadern viele weitere Notenbanken mit diesem Problem.

Der derzeit sehr schwache Goldpreis kommt der Schweizer Nationalbank (SNB) teuer zu stehen. Insgesamt mussten die Schweizer Notenbanker im ersten Halbjahr 2013 durch den Verfall des Goldpreises einen Verlust von 7,3 Milliarden Franken feststellen.

Grund für den hohen Verlust waren vor allem Abschreibungen auf den Goldbestand der SNB: Die Nationalbank hortet nach eigenen Angaben derzeit rund 1040 Tonnen des Edelmetalls.

Begrenzt konnte der Schaden hingegen mit Devisengeschäften: Hier machte sie im ersten Halbjahr des laufenden Jahres 5,8 Milliarden Franken Gewinn.

Zentralbanken passen die Bewertung ihrer Goldreserven von Zeit zu Zeit an die Marktpreise an – dadurch können auf dem Papier hohe Gewinne oder Verluste entstehen. Auswirkungen auf den Staatshaushalt hat die Veränderung der Preise in der Regel nicht.
 

Kräftige Korrektur des Goldpreises

Der Goldpreis hat in den vergangenen Monaten kräftig korrigiert. Zwischen April und Juni erlebte er den kräftigsten Kursrutsch seit 1920, was kurzfristig für Furore sorgte. Dabei muss berücksichtigt werden, dass der Goldpreis viele Jahr ohne nennenswerte Korrekturen stark angestiegen ist und zwischenzeitliche Rücksetzer zu erwarten sind.

Der mittel- bis langfristige Verlauf des Goldpreises zeigt weiterhin starke Aufwärtstendenzen. Der jüngst stark abwertende Goldpreis entpuppt sich auf diese langfristig als Korrektur innerhalb eines bestehenden Aufwärtstrends.

Gold im Wochenchart

Die mittelfristige Entwicklung des Goldpreises auf dem Wochenchart
Charterstellung mit Tradesignalonline
 

 

Auch die Bundesbank hortet sehr hohe Goldbestände, die auf einen schwankenden Goldpreis reagieren. Ende 2011 waren es 3396 Tonnen. Das sind nach den USA die zweithöchsten Reserven der Welt.


 

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