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US-Großbanken wieder mit Milliarden-Gewinnen

Banken legen gute Quartalsergebnisse vor

US-Großbanken Wells Fargo und JP Morgan mit Rekordgewinnen
Bankaktien waren an der Wallstreet gefragt
Bildquelle: fotolia.de
 

Die Woche neuer Geschäftsberichte des zweiten Quartals steht bevor. Die Großbanken Wells Fargo und JP Morgan Chase legen bereits starke Zahlen vor. Trotz niedriger Zinsen und schärferen Regulierungen wurden in den vergangenen Monaten wieder Milliarden verdient.

Die US-Großbanken Wells Fargo und JP Morgan Chase legen überzeugende Geschäftszahlen vor. Im zweiten Quartal konnten beide Unternehmen ihre Gewinne im Vergleich zum vorherigen Quartal deutlich steigern. Teilweise sind gar Rekordgewinne zu verbuchen. Investoren werteten die Zahlen als positiv für die gesamte Bankbranche. Bankaktien stiegen am vergangen Freitag im Konsens.

JP Morgan konnte nach hohen Spekulationsverlusten wieder sehr gute Quartalsergebnisse vorlegen. Die US-Bank verdiente in Summe 6,5 Milliarden Dollar und somit rund 31 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. In der Vergangenheit hatten fehlgeschlagene Spekulationen einer Londoner Abteilung ein tiefes Loch in die Bilanz gerissen. Insgesamt lag der Schaden bei 6,2 Milliarden Dollar.

Die Erträge stiegen hingegen um 13 Prozent auf 26 Milliarden Dollar. Besonders das lukrative Investmentbanking legte dank eines gut laufenden Handels mit Anleihen und Aktien deutlich zu. Im Privatkundengeschäft gelang es der Bank, weitere Rückstellungen für faule Kredite aufzulösen, Kunden zahlten hierbei ihre Kreditraten laut Geschäftsbericht zuverlässiger. Nach wie vor schwächelt jedoch die Kreditaufnahme, die nur schleppend zunimmt. Unsicherheit über die Zukunft h hält derzeit viele Unternehmen davor ab, Investitionen zu tätigen. „Nichtsdestotrotz sehen wir auf breiter Front Signale, dass es der US-Wirtschaft bessergeht.“

Der direkte Konkurrent Wells Fargo profitierte in großem Maße von der Erholung auf dem US-Häusermarkt. Das Kreditinstitut hat sich auf das Privatkundensegment spezialisiert und gilt als der größte Kreditgeber für Wohnimmobilien in den USA.

Wells Fargo konnte im zweiten Quartal einen Gewinn von 5,5 Milliarden Dollar einfahren, was 19 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum entspricht und einen neuen Rekordgewinn darstellt.

Die bisher sehr guten Ergebnisse überraschen vor allem unter Berücksichtigung des aktuellen Umfeldes, denn Banken sehen sich derzeit diversen Herausforderungen gegenüber. Einerseits existieren inzwischen schärfere gesetzliche Regelungen, andererseits ist derzeit niedrige Zinsniveau im Rahmen des Kreditgeschäfts nur bedingt lukrativ. Reagiert wurde auf dieses Szenario unter Anderem mit Sparprogrammen. JP Morgan Chase beispielsweise sank die Zahl der Mitarbeiter um 9400.

In der kommenden Woche folgen weiter Quartalsergebnisse von großen US-Banken wie Goldman Sachs, Bank of America oder Citigroup.


 

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