0

Krim-Krise: Reaktionen auf breiter Front

Der bevorstehende Konflikt auf der Krim verunsichert die internationalen Börsen. Gold als Fluchtrohstoff steigt auf ein Vier-Monats-Hoch, der Dax korrigiert deutlich, russische Aktien brechen noch deutlicher ein.

Dax Chartanalyse vom 03.03.2014

Die Börsen reagieren spürbar auf
die Neuigkeiten in der Ukraine
 

Andeutungen auf einen militärischen Konflikt um die Krim und Sorgen um die allgemeine Sicherheit haben die Börsen am Montag stark getrieben. Um mögliche Negativkonsequenzen für die Wirtschaft zu bremsen, hob die russische Zentralbank gleichsam auch noch den Leitzins überraschend von 5,5 auf nunmehr 7 Prozent an – ein deutlicher und unerwarteter Anstieg um 1,5 Prozentpunkte. Inflationsrisiken und Risiken für die finanzielle Stabilität im Zuge zunehmend volatiler Märkte sollen dadurch gesenkt werden.

Typische Reaktionen an den Rohstoffbörsen auf militärische Spekulationen sind steigende Öl- und Goldpreise. Die Nordsee-Öl-Sorte Brent stieg um bis zu zwei Prozent und notierte mit 111,25 US-Dollar je Barrel so hoch wie zuletzt am Anfang des Jahres. Die amerikanische Öl-Sorte West Texas Intermediate (WTI) verteuerte sich ähnlich dynamisch auf 104,65 Dollar. Analyst Ben LeBrun vom Brokerhaus OptionsXpress: „Sollte es wirklich zum Krieg kommen, könnte WTI die Marken von 110 und 120 Dollar schnell überspringen“.

Auch Gold reagierte stark auf die Neuigkeiten aus der Ukraine. Gold gilt in rauen Zeiten als Krisenwährung bzw. sicherer Hafen. Beispielsweise werden viele Kapitalrückflüsse aus veräußerten Aktienpositionen direkt in Gold umgeschichtet. Dabei stieg Gold um bis zu 1,7 Prozent auf ein aktuelles Vier-Monats-Hoch von rund 1348 US-Dollar je Feinunze.

Auch am deutschen Leitindex DAX gingen die Informationen nicht spurlos vorüber. Derzeit notiert der Index um 2,7 Prozentpunkte tiefer als am Freitag, was einem im Vergleich zu den letzten Handelswochen überdurchschnittlichen Abverkauf entspricht.
 

DAX: Charttechnischer Ausblick

Dax Chartanalyse vom 03.03.2014

Chartanalyse Dax vom 03. März 2014
Die Reaktion auf die News aus der Ukraine sind deutlich zu sehen (letzte Kerze)
Candlestick-Chart auf Tagesbasis, Charterstellung mit Guidants
 

Kurzfristig gilt die bisher unterstützende Marke bei rund 9.500 Punkten (horizontale Linie) als gebrochen, womit ein neues Allzeithoch jenseits von 9.800 Punkten in den nächsten Tagen endgültig von der Agenda ist. Der mittelfristige Aufwärtstrend – ausgehend von Juli 2011 – bleibt jedoch intakt solange der Dax oberhalb vom Preisbereich von ca. 9.000 Punkten bis 9.100 Punkten auf Tagesbasis notiert.

 

Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse nicht investiert.


 

Was das interessant? Weitersagen!

Recent Posts


 

     

    Hinterlasse deinen Kommentar!

    Submit Comment
    © 2016 Youngbrokers.net.
    Alle Rechte Vorbehalten. Angaben ohne Gewähr. Beachten Sie den Disclaimer · Impressum.