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Insights und Interview mit Trader Marco Merenda

Heute hatte ich wieder die Gelegenheit, ein Interview mit einer interessanten Persönlichkeit zu führen. Marco Merenda, Hedgefund-Trader und ehemaliger Unternehmer, steht heute Rede und Antwort.

Dabei geht er auf seinen persönlichen Trading-Stil, aber auch auf seine Entwicklungsphase und seine derzeitige Tätigkeit bei einem kleinen Hedgefund ein. Wie immer werden auch wichtige Fragen rund um das Trading angesprochen.

 

Marco Merenda Hedgefundtrader

Marco Merenda
Hedgefund-Trader
 

Philipp Berger: Hallo Marco, vielen Dank erst mal, dass du dir Zeit genommen hast. Stell dich doch einfach kurz vor.

Hallo Philipp, vielen Dank für die Einladung. Ich bin Marco Merenda, 41 Jahre alt und komme aus Aachen in NRW. Lebe in einer glücklichen Ehe und bin Vater einer 10-jährigen Tochter.

Du bist erfahrener Daytrader. Wie wurdest du überhaupt auf die Börse aufmerksam?

Ich habe mich vor ca. 14-15 Jahren zum ersten Mal mit der Börse und insbesondere mit Aktien beschäftigt. Das war die Zeit als die ganzen Volksaktien wie Telekom, Infineon etc. aufkamen. Ich habe mir damals ein paar Bücher gekauft und angefangen mich zu informieren. Aber es gab noch nicht so viele Möglichkeiten wie heute, um das Handwerk zu erlernen. Das war alles deutlich komplizierter.

Außerdem war ich damals noch mehr mit dem Aufbau meiner geschäftlichen Karriere beschäftigt, so dass das Thema Börse erst mal wieder in den Hintergrund getreten ist. Dann vor ca. 3 Jahren bin ich wieder durch einen Bekannten auf das Thema aufmerksam geworden und von da an habe ich mich wieder intensiv mit der Börse beschäftigt.

Und inzwischen arbeitest und tradest du für eine Hedgefund.

Ja richtig, seit dem 01.10.2014 arbeite ich als Analyst bei DTT Financial, einem Hedgefund für überwiegend Institutionelle Anleger. Das ist natürlich ein Meilenstein in meiner persönlichen Tradingkarriere.

Wie kam es dazu und wie sieht dein Tätigkeitsfeld dort genau aus?

Ich bin vor einigen Monaten im Internet auf DTT Financial aufmerksam geworden. Das Unternehmen hatte ein neuartiges Projekt gestartet, indem sie Private Trader suchen und ggf. fortbilden um dann durch diese Trader Kundenkonten verwalten zu lassen.

Ich war von Anfang an Feuer und Flamme für diese Möglichkeit und habe mich sofort registriert um die Chance nutzen zu können. Natürlich vergibt DTT Financial nicht so einfach Konten, ohne zu wissen dass der jeweilige Trader auch die Kundengelder Professionell verwalten kann. Deshalb muss man zunächst eine 3 monatige Probezeit absolvieren und ein Demokonto auf der Plattform von DTT handeln.

Um die Zulassung für die Probezeit zu bekommen muss man entweder einen Track-Report (Echtgeldkonto) über mehrere Jahre vorlegen oder an einem Fortbildungsprogramm teilnehmen. Ich habe mich für das Fortbildungsprogramm entschieden und bin sehr dankbar für diese Möglichkeit. Ohne diese Fortbildung wäre ich heute nicht da wo ich bin und hätte womöglich nicht diesen Traumjob erhalten.

Heute verwalte ich ein Konto im 7-stelligen Dollar Bereich und werde monatlich an den erwirtschafteten Gewinnen prozentual beteiligt. Das ist für mich ein Traum, der in Erfüllung gegangen ist. Ich kann ohne eigenes finanzielles Risiko an den Märkten handeln und damit Geld verdienen. Übrigens haben es inzwischen noch ein paar weitere Trader geschafft, die Anforderungen zu erfüllen. Erst letzte Woche wurde mein Kollege Stefan Koblitz unter Vertrag genommen und arbeitet nun ebenfalls für einen Hedgefund sowie für die ATT Trading GmbH.

Das ist ein langer, aber steiler Weg. Erinnerst du dich noch an deinen aller ersten Trade bzw. deine erste Investition?

An meinen ersten Trade kann ich mich nicht genau erinnern. Der ganze Prozess lief eher fließend, zunächst habe ich mit einem Demokonto angefangen und dann mit einem kleinen Realkonto weitergemacht. Aber woran ich mich erinnern kann, ist, dass das, was ich da gemacht habe, nichts mit professionellem Trading zu tun hatte, sondern aus heutiger Sicht eher mit Glücksspiel.

Vorhin hattest du deine Karriere erwähnt, der du lange Zeit den Vorrang gegenüber dem Trading gegeben hast. Wann bzw. warum wurde das Trading wieder interessant für dich?

Vor dem Trading war ich in der Getränke- und Lebensmittelindustrie bei der Produktentwicklung und im Qualitätsmanagement tätig. Dann habe ich meine eigene Firma gegründet und ein innovatives Getränkekonzept entwickelt und vertrieben.

Das Unternehmen habe ich dann vor ca. 3,5 Jahren an Investoren ins Ausland verkauft. Dieser Umstand bot mir die Gelegenheit und die Freiheit, mich auf das Trading zu konzentrieren.

Zitat Marco Merenda
Hattest du anfängliche Probleme beim Umstieg ins Tradinggeschäft? Gab es irgendwelche Unterschiede, die dich besonders herausgefordert haben?

Ja, die gab es allerdings. Für mich war es am Anfang eine Herausforderung den Börsenhandel ohne Emotionen zu betreiben. Denn nicht nur das Wissen um die technischen Aspekte sondern auch die mentale Einstellung spielt eine gewaltige Rolle, um profitabel Handeln zu können. Ich musste lernen, mit den unvermeidlichen Verlusten umzugehen und diese als völlig normal zu betrachten.

Heute bin ich soweit, dass ich mich emotionslos in den Märkten bewegen kann, egal ob ich nun im Gewinn oder im Verlust liege. Außerdem war es wichtig, mir das Gefühl abzutrainieren, immer Handeln zu müssen. Denn damit bin ich oft nicht unbedingt aussichtsreiche Trades eingegangen. Heute weiß ich, dass man nie etwas verpasst, denn es gibt jedem Tag neue Möglichkeiten und die Geduld zahlt sich am Ende immer aus.

Wie sieht denn dein typischer Tradingalltag heute aus?

Mein Alltag ist heute so, wie ich es mir immer erträumt habe und meist sehr entspannt. Ich stehe morgens recht zeitig auf, meist gegen 6 Uhr. Dann gehe ich eine runde laufen oder fahre in Fitnessstudio. Ab ca. 8.00 Uhr bin ich dann an meinem Arbeitsplatz und bereite mich auf den Handelstag vor, indem ich mich informiere, ob etwas Wichtiges in der Welt passiert ist und welche Nachrichten anstehen. Daraufhin plane ich dann meinen Handelstag mit Positionsgrößen, Tages-Loss-Limit etc.

Meist mache ich ab 11.30 Uhr Pause. An Tagen, an denen ich länger geschlafen habe, gehe ich halt dann zum Sport oder entspanne mich einfach nur. Ab ca.14.00 bin ich dann wieder am Platz und bereite mich auf die US Session vor. Meinen Handelstag beende ich meistens zwischen 17.30 – 18.00 Uhr.

Gib uns doch mal eine Übersicht über deinen Tradingstil: Wie sieht dieser aus? Auf welchen Zeitebenen tummelst du dich herum? Hast du gewisse Lieblingssetups? Welche Märkte handelst du dabei heute vorzugsweise und warum?

Mein Tradingstil ist an die klassische Markttechnik angelehnt. Im Prinzip handele ich das, was ich sehe und was mir der Markt vorgibt. Ich vermeide es, zu Interpretieren und mir eine Meinung darüber zu bilden, was der Markt tun sollte oder tun müsste. Ich bin nicht auf der Jagd nach dem besten Einstieg oder Ausstieg, denn ich akzeptiere, dass man das nicht immer systematisch erreichen kann.

Tradingbeispiel Equity Short auf Jacobs Engineering Group Inc. auf dem Stundenchart  

Tradingbeispiel einer Aktie
Short auf Jacobs Engineering Group Inc. auf dem Stundenchart
 

Mir ist viel wichtiger zu identifizieren: Wo kann Bewegung entstehen – und dann einen Großteil dieser Bewegung, sei es Long oder Short, zu handeln. Am liebsten Handel ich die Bewegung aus der Korrektur heraus in Richtung des übergeordneten Trends. Ob ich dabei nur die Bewegung oder den Trend handel, hängt von dem jeweiligen Setup ab. Einen Beispieltrade sieht man im Chart oben.

Ich bewege mich hauptsächlich auf dem Stundenchart. Den Intraday-Handel bestreite ich auf dem 10 Minuten Chart. Hauptsächlich handele ich dabei US Aktien und Dax-Werte , bei Währungen beschränke ich mich auf die üblichen Major-Pairs. Intraday handle ich den ein oder anderen Index auf Future-Basis wie z.B. den Dow Jones oder EuroStoxx.

Als übergeordnete Faustregel: Wichtig für mich ist, dass die Märkte, die ich trade, eine hohes Volumen haben. Denn dieses brauche ich für das Umsetzen meines Handelsansatzes.

Auch dir würde ich gerne die Frage nach einer erforderlichen Mindestkontogröße fragen, da diese für viele Tradinganfänger eine der zentralen Themen zu sein scheint. Nehmen wir also an, ein Tradinganfänger könnte lediglich ein kleines, 4-stelliges Tradingkonto bereitstellen – würdest du ihm abraten, mit dem Trading anzufangen?

Meiner Meinung nach ist der Weg das Ziel. Man kann durchaus mit einem kleinen Konto anfangen zu traden und dieses langsam aufbauen. Ich würde nur dazu raten, dies zunächst nebenberuflich zu machen, denn um seinen Lebensunterhalt vom Trading bestreiten zu können, ist ein Konto im mittleren fünfstelligen Bereich notwendig.

Welchen Weg würdest du dann persönlich einem Anfänger grundsätzlich empfehlen?

Jemandem, der sich ernsthaft mit der Börse beschäftigen möchte, würde ich empfehlen, sich professionell ausbilden zu lassen. Meiner Meinung nach ist das das A und O, um sich dauerhaft profitabel an den Märkten bewegen zu können. Im Idealfall macht ein Anfänger direkt zu Beginn seiner Karriere eine Ausbildung noch bevor er mit echtem Geld handelt. Damit kann er vermeiden, zu viel Lehrgeld einzuzahlen und dann eventuell den Mut und die Begeisterung zu verlieren.

Zum Thema professionelle Trading-Ausbildung kann ich gerne auf ein Projekt verweisen, das mir selber sehr am Herzen liegt, denn meine Teilnahme daran hat mein Trading grundlegend verändert und auf ein professionellen Niveau katapultiert. Informationen dazu gibt es unter ATT-trading.com.

Es war noch nie so einfach wie heute an der Börse zu investieren – und ein Konto ist in ein paar Minuten eröffnet. Aber man sollte nicht vergessen dass man sofort mit Profis in den Ring steigt und man kann sich als Amateur schnell eine blutige Nase holen.


 

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